Computerkriminalität beziehungsweise e-Crime ist auf dem Vormarsch – KPMG Studie 2010

KPMG Studie: Computerkriminalität in der deutschen Wirtschaft

Computerkriminalität beziehungsweise e-Crime ist auf dem Vormarsch. Viele Studien und Untersuchungen, wie unter anderem auch die KPMG-Studie „Wirtschaftskriminalität in Deutschland 2010“, belegen diesen Trend. Die treibenden Kräfte sind schnell identifiziert: Im Verlauf der letzten Jahre haben sich Unternehmen intern wie auch extern zunehmend vernetzt. Egal ob Smartphones, USB-Sticks oder virtualisierte Netzwerklösungen: Die Systeme der Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) sind aus dem Unternehmensalltag nicht mehr wegzudenken. Dabei werden die Grenzen zwischen den Unternehmen und den mit ihnen kommunizierenden externen und internen Mitarbeitern immer durchlässiger. Auf dem Weg zu fortwährend neu eingeführten Funktionalitäten und noch mehr Effizienz der IKT-Systeme entzieht sich das dahinter stehende technische Konstrukt immer weiter dem Verständnis der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

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USB-Sticks werden immer kleiner, die Gefahren des Datendiebstahls immer größer.

Fallbeispiel:
Die Maschinen GmbH A, ein mittelständisches Unternehmen, existiert seit über 100 Jahren und beschäftigt über 1.000 Mitarbeiter. In der Automobil- und Flugzeugbauindustrie ist sie mit technologischen Innovationen seriengefertigter Maschinenbauteile aus Stahl und Kunststoff zum weltweiten Marktführer avanciert. Um dem Risiko der Wirtschaftsspionage vorzubeugen, hat die Geschäftsführung anlässlich einer verstärkten Konkurrenz aus Fernost eine umfassende Verfahrensrichtlinie an alle Mitarbeiter herausgegeben, die unter anderem dazu auffordert, alle Gefahren und Vorkommnisse eines potenziellen Informationsabflusses an unautorisierte Dritte sofort zu melden. Die Vertriebsmitarbeiter des Unternehmens sind durch den immensen Erfolg der innovativen Produkte vor allem im Ausland unterwegs und auf den Einsatz mobiler ITGeräte angewiesen. Zur Mindestausstattung gehören ein Laptop mit WLAN-Anbindung und Zugangsmöglichkeiten zu gesicherten, internen Datenbereichen, ein Blackberry zur E-Mail-Kommunikation und Telefonie und ein USB-Stick zur einfachen und schnellen Übertragung größerer Datenmengen zwischen einzelnen PCs.

Der zunächst nicht bemerkte Verlust eines USB-Sticks während einer Messeveranstaltung führte dazu, dass einem der größten Konkurrenten des Unternehmens die wichtigsten Produkt- und Kundeninformationen in die Hände fielen. Die Daten auf dem USB-Stick waren nicht verschlüsselt und obwohl die neueste Verfahrensrichtlinie vorsieht, keine sensiblen Daten auf mobilen Datenträgern zu speichern, hatte es das Unternehmen versäumt, ein durchgängiges Sicherheits- und Verschlüsselungskonzept für mobile IT-Geräte einzuführen, die im Einsatz befindlichen USB-Sticks mit Verschlüsselungssoftware auszustatten und die Mitarbeiter entsprechend zu sensibilisieren. Nach Überprüfung der gesamten mobilen Datenträger im Unternehmen wurde deutlich, dass über 50 Prozent der Speichermedien hochsensible Produkt- und Kundendaten enthielten, die nicht verschlüsselt waren.

Die gesamte Studie von KPMG gibt es hier als PDF download.

Ungeschützter Polizei-USB-Stick mit Terror-Abwehrplan in Manchester gefunden

In Großbritannien kam es in den letzten Jahren häufiger dazu, dass Behörden sensible Daten “verloren” haben. Die Berichte über gestohlene Laptops, auf eBay verkaufte Festplatten samt Geheimdaten, in der Post verloren gegangene CDs und im Zug vergessene Dokumente könnten Bücher füllen. Nun kommt ein neuer Fall hinzu: In Manchester verlor man einen USB-Stick mit Daten für ein Antiterror-Training.

Der besagte Datenträger, der neben den Trainings- und Taktikhandbüchern auch noch andere sensible Daten – darunter Personalakten – enthielt, wurde vor einer Polizeistation im englischen Manchester gefunden. Ein Geschäftsmann entdeckte ihn und warf einen Blick auf die darauf befindlichen Dateien. Insgesamt sollen sich rund 2000 vertrauliche Dateien auf dem USB-Stick befunden haben.

Unsere Empfehlung ist einfach. Alle Daten verschlüsseln, mit EasyLock oder mit erzwungener Verschlüsselung in Kombination mit Endpoint Protector.

Verschlüsselung ist Kinderleicht mit EasyLock
EasyLock 256bit AES

Quelle: Gulli.de und Chip.de

Kundendaten von 7,1 Millionen Schlecker Kunden ungeschützt im Internet

August 27th, 2010 by Agent R51 (0) Risikofaktor Mitarbeiter

Schlecker-Kundendaten frei im Internet zugänglich

Eine interne Kundendatenbank der Drogerie-Kette Schlecker ist nach einem Bericht der «Bild»-Zeitung wegen einer Sicherheitslücke bis Donnerstag öffentlich übers Internet zugängig gewesen.

Wie die Zeitung berichtete, waren 150 000 Datensätze von Schlecker-Online-Kunden mit Vor- und Nachnamen, Adresse, Geschlecht, E-Mail-Adresse und Kunden-Profil, außerdem 7,1 Millionen E-Mail-Adressen von Newsletter-Kunden der Drogerie-Firma abrufbar.

Der Zugang sei von jedem gewöhnlichen PC möglich gewesen. Zu den Kunden des Online-Dienstleisters, bei dem die Schlecker-Daten ungesichert lagen, gehören nach «Bild»-Angaben unter anderem auch das Finanzministerium, die Allianz Versicherung, das Bundesverwaltungsgericht und der SPD-Parteivorstand.

Schlecker teilte der Zeitung mit: «Die Sicherheitslücke wurde umgehend von unserem Dienstleister geschlossen.» Das Unternehmen kündigte an, die betroffenen Kunden «baldmöglichst umfassend zu informieren».

Quelle: Welt.de

Unbekannte Spitzel legen Pentagon mit USB Stick aufs Kreuz

Das US-Verteidigungsministerium hat am Mittwoch den bisher schwersten Einbruch eines ausländischen Geheimdienstes in sein Computersystem bekanntgegeben. In einem Artikel beschreibt Verteidigungsminister William Lynn, wie es die feindlichen Agenten 2008 im Nahen Osten schafften, per USB-Stick Schad-Code auf einen Laptop zu spielen, der später zahlreiche Systeme infizierte. Bislang war der Vorfall geheim gehalten worden.

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Im Computer-Netzwerk des Verteidigungsministeriums verbreitete sich das Programm, das als Brückenkopf zum Ausspionieren von Militärgeheimnissen dienen sollte, offenbar rasend schnell. Selbst streng geschützte Systeme wurden infiziert.

Welcher Geheimdienst hinter dem Angriff steckt und ob sensible Daten gestohlen werden konnten, wurde nicht bekannt. Der Vorfall stand seit 2008 unter Verschluss.

Die NY Times und LA Times haben Informationen das Russische Geheimdienste hinter diesem Angriff stehen könnten.

Quelle: Krone.at

BSI Quartalsbericht Q1-2010: Bericht des Nationalen IT Lagezentrums

August 19th, 2010 by Agent R51 (0) Alle, Conficker, USB-Sicherheit, Viren, Würmer und Trojaner

Als einer der größten Gefahren betrachtet das BSI noch immer USB-Sticks, da sich Privatpersonen und Unternehmen sich noch immer nicht ausreichend schützen.

Gefahrenquelle USB-Sticks
Ob Firmenpräsentationen, MP3- oder Textdateien, sie alle werden oft auf USB-Sticks gespeichert und von Computer zu Computer weitergegeben. Diese Weitergabe bietet Schadsoftware wie dem Conficker-Wurm ideale Möglichkeiten, sich auf einer Vielzahl von Systemen auszubreiten. Verschiedene Berichte, zum Beispiel der Shadowserver-Foundation, bestätigen, dass weltweit derzeit über sieben Millionen Rechner mit dem seit einem Jahr aktiven Conficker-Wurm infiziert sind. Es ist denkbar, dass auch zukünftige Schadsoftware ebenfalls auf die Verbreitung via USB-Stick setzt.

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Den gesamten Bericht des BSI gibt es hier zum Download.

Die vier größten Gefahren im Internet: Betrüger werden immer besser!

Gefahren im Internet lauern überall: Spam, Phishing-Seiten, Würmer und Umlenkungen auf gefälschte Webseiten. Doch auch der beliebte USB-Stick birgt Gefahren, wie der neueste Bericht des Bundesamtes für Sicherheit und Informationstechnik zeigt.

Kennen Sie das? Sie erhalten ein Mail Ihrer Bank mit der Bitte, sich einzuloggen, da für die Kundensicherheit Verbesserungen vorgenommen wurden. Zum Abschluss dieser Arbeiten brauche man jetzt Ihr einmaliges Aufrufen der Startseite.

Halt! Wenn Sie eine solche Mail schon einmal erhalten haben sollten, haben Sie darauf hoffentlich genauso wenig reagiert, wie auf angebliche Mails Ihres Telefon-, Internet- oder Sonstwer-Anbieters. Denn in der Regel sind dies betrügerische Versuche, Sie auf gefälschte Seiten zu locken.

Gefahren im Internet sind für User immer schwerer zu durchschauen
Für 2010 hat das Bundesamt für Sicherheit und Informationstechnik (BSI) seinen ersten Quartalslagebericht vorgelegt. Der zeigt deutlich auf, dass es für Internetnutzer immer schwerer wird, E-Mails, mit denen Betrüger sie auf gefälschte Seiten umleiten wollen, von echten E-Mails zu unterscheiden.

Und auch die Phishing-Seiten selbst, auf der Nutzer dann ihre Daten eingeben sollen, werden den Originalseiten immer ähnlicher. Dies steigert die Gefahr, auf Betrüger hereinzufallen. Informieren Sie sich über die größten Gefahren im Internet, damit Sie nicht arglos in die Falle tappen. Denn während alle nur gebannt auf Spam-Mails schauen, lauern neue Gefahren bei USB-Stick und den Sozialen Netzwerken.

Gefahren im Internet auch durch Twitter & Co.
Denken Sie bei Betrug, Ausspionieren und Zerstören von Daten weiträumiger:

Der USB-Stick
Mittels USB-Sticks werden schädliche Software oder Würmer von Computer zu Computer weitergeben. Um sich vor Viren und Würmern zu schützen, sollten Sie die Dateien vor dem Öffnen oder Kopieren stets mit einem aktuellen Antivirenprogramm prüfen. Damit Sie dazu überhaupt Gelegenheit haben, sollten Sie die Autorun-Funktion von Windows für USB-Sticks deaktivieren.


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Spam-Mails mit schädlicher Software
Im letzten Jahr stieg die Verbreitung von Spam mit schädlicher Software im Anhang rapide an und zwar von 600 Millionen auf drei Milliarden E-Mails pro Tag.

Soziale Netzwerke wie Twitter
Bei sozialen Netzwerken verbergen sich oft hinter Kurz-URLs Umlenkungen zu betrügerischen oder schädlichen Seiten. Diese sind zunehmend professionell aufgemacht.

Gefälschte AntiViren-Software
Man glaubt an den Erfolg der eigenen Anti-Viren-Software, denn sie warnt vor angeblichen Infektionen. Doch Ziel dieser Schad-Software: Sie sperrt den Zugang zu echten Anti-Viren-Seiten.

Quelle: VRN.de

My Endpoint Protector App jetzt kostenlos für iPhone und iPad

Jetzt können MAC und PC nutzer der Verwendung von tragbaren Datenspeichern an PCs und MACs noch besser überwachen.

Mit der kostenlosen My Endpoint Protector App die es jetzt bei iTunes gibt wird USB Überwachung, FireWire Lockdown, Schnittstellenmanagement, Schutz vor Datendiebstahl noch einfacher und Anwenderfreundlicher.

Hier gibt’s die App bei iTunes.
http://ax.itunes.apple.com/us/app/my-endpoint-protector/id379244830

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Stuxnet ist viel gefährlicher als Conficker! Achtung

Stuxnet konnte sich durch Ausnutzung der LNK-Schwachstelle in der Windows Shell und durch Verbreitung über infizierte USB-Sticks auch Zugang zu Rechnern verschaffen, die nicht mit dem Internet verbunden waren. Ziel des Schädlings war offensichtlich Industriespionage. Martin Dombrowski, Ethical Hacker und System Engineer beim Security-Distributor entrada, beschäftigt sich seit dem ersten Erscheinen des Rootkits Stuxnet mit dem neuen Windows-Link-Exploit. Im Interview verrät er, was die neue Sicherheitslücke so gefährlich macht und wie sich Unternehmen davor schützen können.

Wie können sich Unternehmen denn vor dem Link-Exploit schützen?

Ein wichtiger erster Schritt ist natürlich ein aktueller Virenscanner. Immer mehr AV-Produkte schlagen inzwischen auf die Stuxnet-Treiber an. Aber nachdem immer wieder neue Varianten des Exploits auftauchen, wird der Malware mit patternbasierten Filtern allein nicht beizukommen sein. Die Security-Abteilungen sollten daher mehr denn je darauf achten, den Einsatz von USB-Sticks streng zu reglementieren. Am besten wäre es, den Einsatz unternehmensfremder Sticks für den Moment komplett zu untersagen.

Unternehmen, die auf USB-Sticks nicht verzichten können, sollten sich mittelfristig überlegen, eine dedizierte USB-Port-Security-Lösung zu implementieren, die bei virenverseuchten Sticks automatisch Alarm schlägt. Auch beim Surfen im Internet sollten die User im Moment besonders vorsichtig sein. Der Link-Exploit kann ja über die Dateifreigabe auch über das Web ausgenutzt werden. Am besten also nur auf hundertprozentig vertrauenswürdige Seiten gehen – und selbst da bleibt bis zum Patch ein Restrisiko.

Das gesamte Interview mit Martin Dombrowski finden Sie hier.

Quelle: SearchNetworking.de

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Microsoft veröffentlicht Patch gegen Gezielte Trojaner-Angriffe die von USB Sticks ausgehen

Hier gibt es den wichtigen Sicherheits-Patch von Microsoft.

Und für mehr Sicherheit an der USB Schnittstelle empfehlen wir gleich noch Endpoint Protector.

Ein USB-Stick genügte: Durch eine Windows-Schwachstelle konnten Angreifer hochspezialisierte Siemens-Prozessleitsysteme attackieren, die zum Beispiel in der Nahrungsmittel- und Chemieindustrie genutzt werden. Nun hat Microsoft ein Gegenmittel entwickelt, das am Montag verteilt werden soll.

Berlin – Es war ein Spionage-Trojaner der besonderen Art: Das kleine Schadprogramm suchte sich seine Ziele genau aus und konzentrierte sich auf sogenannte SCADA-Prozessleitsysteme (”Supervisory Control and Data Acquisition”) von Siemens. Diese kommen beide der Steuerung technischer Abläufe zum Einsatz, zum Beispiel bei der Trinkwasserversorgung, der Telekommunikation oder in der Nahrungsmittel- und Chemieindustrie.

Ein eingesteckter USB-Stick genügte, um den Eindringling ins System zu lotsen. Das Windows-Betriebssystem versucht dann automatisch, die Icons der Link-Dateien auf dem Datenträger zu lesen – und ließ sich während dieser Zeit wegen einer Sicherheitslücke austricksen. Betroffen waren alle Versionen des Betriebssystems, von XP bis Windows 7: Sobald das kleine Symbol angezeigt wurde, ließ sich Schadcode ausführen. Dieser installierte ein sogenanntes Rootkit tief im System, das für klassische Virenscanner unsichtbar war.

Rund zwei Wochen lang schien gegen den Schädling kein Kraut gewachsen, doch nun hat Microsoft einen Patch gegen den Eindringling entwickelt. Er soll nach Angaben von Microsoft-Manager Christopher Budd am Montagabend deutscher Zeit mit einem außerplanmäßigen Update verteilt werden.

Die Trojanerattacke auf die SCADA-Systeme betraf im Prinzip bisher nur eine geringe Anzahl von Rechnern. Und doch hatte sie Experten alarmiert. Das liegt an der potentiell großen Wirkung, sollte tatsächlich ein Computersystem lahmgelegt werden. Attacken auf sogenannte kritische Infrastrukturen, also zum Beispiel in der Wasser- und Energieversorgung, werden seit Jahren diskutiert und gehören zum Szenario von Cyber-Konflikten.

Der aktuell aufgetauchte Trojaner legt nahe, dass es sich nicht um akademische Debatten handelt, sondern dass hoch spezialisierte Angreifer, wo auch immer sie sitzen mögen, sich durchaus für Ziele der kritischen Infrastruktur interessieren. Die aktuelle Attacke mag also erst der Anfang sein. Außerdem kann der USB-Trick von anderen Angreifern natürlich auch zum Einbruch in private Rechner genutzt werden. Im Internet sind außerdem bereits Varianten des Schädlings aufgetaucht, bei denen zur Weiterverbreitung noch nicht einmal mehr ein USB-Speicher nötig ist. Ein präpariertes Office-Dokument genügt.

Quelle: Spiegel Online

BSI veröffentlicht Studie zum Identitätsdiebstahl: Richtiger Schutz muss her

Hier erst einmal der Link zur Studie. Bitte nicht erschrecken denn das Dokument ist stolze 415 Seiten lang.

Die Zeit berichtete ausführlich.
Ergebnisse der Studie sind:
-Wesentliche Ergebnisse sind die krasse Zunahme von Identitätsdiebstahl und Identitätsmissbrauch im Internet durch Kriminelle. Dabei erfolgen die meisten Angriffe über Schadprogramme, welche die personenbezogenen Daten von Internetnutzern abfischen. Betroffen sind Online-Banking-Zugänge, Accounts von E-Mail, Packstationen, Auktions- und Handelsplattformen und Profile in sozialen Netzwerken. Am häufigsten werden die Identitäten für Betrugszwecke verwendet.

-Die Trojaner gelangen durch Schwachstellen in der Software auf den Rechner, aber auch durch den bloßen Besuch von Internetseiten. Auch präperierte PDF-Dokumente sind im Umlauf.

-Internetnutzern ist das Problem noch nicht ausreichend bewusst, viele haben ihre Computer noch nicht ausreichend gesichert.

-Problematisch ist der unzureichende Umgang mit gespeicherten Kundendaten

-Rechtlich gibt es noch keine klaren Regulierungen, wie mit dem Delikt “Identitätsdiebstahl” zu verfahren ist, weil der Begriff “Identität” im Strafrecht bislang weitgehend undefiniert ist.

-Für die Zukunft wird prognostiziert, dass Identitätsdiebstahl und -missbrauch noch stärker zunehmen wird und “noch nicht absehbare Folgen annehmen werden, da neue Techniken und Plattformen immer neue Angriffsszenarien ermöglichen.

Das Delikt ist eine der am stärksten steigenden Straftaten, digitale Identitäten sind für Internetkriminelle von großem Interesse: Name, Geburtsdatum, Kontodaten, Kreditwürdigkeit. Der Diebstahl und anschließende Missbrauch von personenbezogenen Daten ist ein noch relativ neues Phänomen. Dafür ein vielfältiges: Kreditkartenbetrug durch abgefischte Kartennummern, Missbrauch von Kontodaten, von Accounts in sozialen Netzwerken oder bei Handelsplattformen, Bestellungen in Onlineshops – viele Delikte gibt es, die sich mit Daten begehen lassen.

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Die Kriminellen haben es oft leicht, treffen sie doch auf viele weitgehend ungeschützte Nutzer. Die nun vorgestellte Studie des Innenministeriums und des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik benennt klar die Defizite in der Bekämpfung, rechtlichen Regulierung sowie strafrechtlichen Verfolgung von Internetkriminellen – doch unzählige Fragen bleiben unbeantwortet. Vor allem, weil der Regulierungsbedarf so immens und das Problem so komplex ist. Wenigstens aber ist nun eine fundierte Bestandsaufnahme des Phänomens geschaffen, aus der politische Handlungsempfehlungen abgeleitet werden können. Damit rückt die Straftat endlich in den Blick von Politik, Behörden und Rechtsprechung.

Das Internet deswegen zu verteufeln, wäre ein falscher Schluss. Kriminalität gibt es in der Online- wie in der Offlinewelt. Doch da, wo in der realen Welt Polizei, Behörden und Juristen vorhanden sind, um Bürger zu schützen, herrscht im Internet bislang Verwirrung. Das Netz ist ein öffentlicher Raum, in dem die gleichen Gesetze gelten und in dem Bürger vor Übergriffen durch Kriminelle geschützt werden müssen. Doch während Kriminelle technisch aufrüsten und die Angriffe auf persönliche Daten immer ausgefeilter werden, haben die Behörden das Problem kaum erkannt. Die Bürger sind im Netz nicht ausreichend geschützt und es ist falsch, hier allein Eigenverantwortung zu fordern. Es stimmt. Viele Nutzer erkennen nicht, wenn ihre Computer mit Schadprogrammen ferngesteuert werden. Viele gehen unvorsichtig mit ihren Daten um, wissen nicht einmal, dass die Angabe des realen Geburtsdatums auf einer Plattform schon reicht, um Kriminellen den Missbrauch der eigenen Identität zu ermöglichen.

Doch deswegen sagen, wer sich nicht ausreichend schützt, der habe eben Pech gehabt? Man könne sowieso nichts tun, weil das Internet nun mal keine nationale, sondern eine globale Sache sei? So geht es nicht.