Profikiller, USB Stick, Facebook, Mafia, und alles in einer echten Story. WOW

März 17th, 2010 by Agent R51 (0) Alle, Datenverlust, Software, USB-Sicherheit


Spektakulärer kann die heutige online Realität kaum sein.

Pasquale “Scarface” Manfredi, ein Profikiller aus der realen Welt und nicht einem Film wird von der Polizei gefasst als er auf Facebook mit Hilfe eines USB Internet Sticks postet. Wahnsinns Story.

Pasquale “Scarface” Manfredi hat sich vermutlich zum Glück der Ermittlungsbehörden, nicht ausreichend mit den Privacy Settings seines Facebook Accounts beschäftigt ;-)

Spiegel nennt es „Kriminell dumm“

Der Polizei in Süditalien ist ein gefürchteter Profikiller ins Netz gegangen. Einst tötete Pasquale “Scarface” Manfredi einen rivalisierenden Gangsterboss mit Hilfe einer Bazooka – nun verriet er der Polizei seinen Aufenthaltsort mit einem Facebook-Posting.

Mit Kriegswaffen kannte er sich aus – mit moderner Kommunikationstechnologie offenbar nicht ganz so gut. In Kalabrien hat die Polizei den 33-jährigen Pasquale Manfredi, genannt “Scarface”, gefasst. Der Berufskiller hatte sich durch allzu soziale Aktivitäten verraten: Weil er für ein Facebook-Posting einen Internet-USB-Stick verwendete, konnten Fahnder seinen Aufenthaltsort ermitteln. In der Nacht von Sonntag auf Montag schlug ein Sondereinsatzkommando in dem Örtchen Isola Capo Rizzuto in Süditalien zu. Inwieweit Facebook und der Mobilfunkanbieter des Killers an der Verhaftung beteiligt waren, wurde nicht mitgeteilt.

In der britischen Sun gibt es zu dem Thema noch weitere spektakuläre Details.

banner-sky.jpg

Staatlich gelenkte Informationsbeschaffung

Interview mit Michael Georg, Experte vom Landesamt für Verfassungsschutz.

Woran erkennt man denn einen Wirtschaftsspion?

George: An äußeren Merkmalen lässt sich leider kein Spion oder illoyaler Mitarbeiter erkennen. Das Bild von James Bond trifft leider auch nicht zu. Die sensibleren Infos finden man eher knöcheltief in der Mülltonne einer Firma als mit einem Wodka-Martini in der Hand.

Mit welchen Tricks wird gearbeitet?

George: Der Faktor Mensch wird gerne unterschätzt. Emails geraten an den falschen Empfänger, gedruckte Dokumente werden vergessen, in der Kneipe nebenan wird über die neueste Entwicklung geredet. Und es wird schon gerne einmal ein Schlüsselbund mit einem USB-Stick neben einem Messestand oder einer Firma „verloren“. Wird dieser dann aus Neugier in den firmeneigenen Rechner gesteckt, ist es häufig schon zu spät und versteckte Schadprogramme werden aktiv.

Wissen die Firmen um die Gefahr?

George: Viele unterschätzen die Gefahr. Dabei werden gerade in wirtschaftlich schwierigeren Zeiten die Bandagen härter. Es gibt auch Staaten wie China und Russland, bei denen man von staatlich gelenkter Informationsbeschaffung sprechen kann.

banner-galactic-white-sie.jpg

Wie sieht die Entwicklung aus?

George: Gerade die technische Entwicklung bereitet uns Sorgen. War es früher nur mit großen Aufwand wie etwa einem Einbruch möglich, an einen Firmencomputer zu gelangen, ist dies heute durch die Nutzung von sogenannten Trojanern, die beispielsweise im Anhang einer Email versteckt sind, mühelos und aus sicherer Entfernung möglich. Das heißt, der Ganove liegt möglicherweise irgendwo am Strand mit einem Schirmchengetränk und Laptop und führt von dort aus seine Angriffe durch.

Wie groß ist denn der Schaden?

George: Firmen wissen oft gar nicht, dass sie Opfer eines Angriffes sind. Im Einzelfall kann der Schaden gleich mehrere Millionen Euro hoch sein.

Welche Branchen sind betroffen?

George: Branchen, die sich durch Ideenreichtum, Innovation, Wissensvorsprung und schnelles Umsetzen von Ideen in Lösungen auszeichen. Gerade Bayern als Standort zahlreicher Unternehmen der Spitzentechnologie und Forschungseinrichtungen von Weltklasse weckt naturgemäß Begehrlichkeiten Dritter.

Trifft es nur große Firmen?

George: In neun von zehn Fällen sind klein- und mittelständische Unternehmen von Angriffen betroffen. Allerdings haben sie entgegen der Konzerne nur selten einen eigenen Sicherheitsbereich, der für den Schutz von Know-how-how zuständig ist. Das wissen die anderen.

Wie helfen Sie?

George: Vom Beratungsgespräch über Veranstaltung in Unternehmen bis hin zur Verdachtsfallbearbeitung. Da wir keine Strafverfolgungsbehörde sondern ein Nachrichtendienst sind, können wir auf Wunsch Vertraulichkeit garantieren. Interview: Thomas Faulhaber

Quelle Augsburger Allgemeine Zeitung

US Pentagon erlaubt wieder die Verwendung von USB Sticks

Februar 24th, 2010 by Agent R51 (0) Betrug und Spionage, Datenverlust, Militär, USB-Sicherheit, Viren

Wie berichtet wird ist es US Soldaten und Militärs jetzt wieder erlaubt USB Sticks bei der Arbeit einzusetzen. Nach verschiedenen Zwischenfällen die zu signifikanten und peinlichen Datenverlusten der USA Militärs geführt haben wurde vor über einem Jahr vom US Pentagon die Verwendung von USB Sticks und ähnlichen tragbaren Datenspeichern kategorisch untersagt.

Jetzt wurde dieses Verbot teilweise aufgehoben und der Einsatz bestimmter USB Sticks die Sicherheitsrichtlinien entsprechen freigegeben. Das Pentagon hat anscheinend aus seinen Erfahrungen gelernt und seine IT Infrastruktur dementsprechend aufgerüstet.

Interessanten Bericht zum Thema finden sie hier im Wired Magazin (leider nur in Englisch).

banner-galactic-red-epp.jpg

Achtung CeBit Besucher: Verschenkte USB-Sticks auf Messen haben oft Trojaner

Der britische Inlandgeheimdienst warnt Geschäftsleute vor dem Einsatz geschenkter Flash-Speicher, weil chinesische Spione diese mit Trojanern infizieren, um sensible Unternehmensdaten abzufangen.

Ein PC kann in Sekunden von einem Trojaner automatisch infiziert werden, der auf einem USB Stick gespeichert wurde. Durch diese Infektion ist es möglich für Spione in Sekunden über eine Backdoor zugriff über das Internet zu dem PC zu gelangen und sämtliche Daten zu stehlen. Daher ist es essentiell wichtig sämtliche PCs im Unternehmen gegen diese Form der Wirtschaftsspionage zu schützen. Lösungen zur Endpunkt Sicherheit wie Endpoint Protector 2009 bieten Schutz gegen ungewollte USB Sticks.

Daher warnen wir vor der ungeschützten Verwendung von geschenkten USB Flash Drives auf der CeBit auf der diese Art von Geschenken massenweise verteilt werden.

Laut dem britischen Geheimdienst MI5 hat China mithilfe von USB-Sticks versucht, mehrere englische Unternehmen auszuspionieren. Chinesische Undercover-Agenten hätten die Präsente Geschäftsreisenden auf Messen überreicht. In dem nun an die Öffentlichkeit geratenen Report der MI5 bezeichnet der Geheimdienst China wegen dieser Praktiken und den immer wieder auftretenden Hacker-Angriffen als eine der “bedeutendsten Spionage-Bedrohungen für das Vereinigte Königreich”.

Mehr info zu dem Thema gibt es bei krone.at und 20 Minuten.

176.000 Shell-Angestelle Opfer von Datenraub

Nach einem Bericht des britischen “Register” nach, sind insgesamt 176.000 Shell Angestellendaten an Umweltschützer weitergegeben worden.

Der “Register” bezieht sich bei seinen Informationen unter anderem auf den Aktivisten John Donovan, der angeblich eine Kopie der Datenbank erhalten, inzwischen aber wieder zerstört haben will. Donovan warnte vor weiteren Kopien, die sich im Umlauf befänden. Die Datenbank ist offenbar sechs Monate alt, gibt also nur bedingt den aktuellen Stand wieder.

Richard Wiseman, Chef der Ethikkommission bei Shell, machte die Belegschaft auf den Datendiebstahl bereits vergangenen Woche aufmerksam. Der “Register” zitierte aus einer E-Mail, die den Vorgang bestätigt. Bislang ist unklar, wer für den Hack verantwortlich ist.

Artikel zum Thema in deutsch.

banner-foto-a.jpg

Schweiz bietet ausländischen Behörden keine Amtshilfe bei Datenklau

Februar 18th, 2010 by Agent R51 (0) Alle, Betrug und Spionage, Datenverlust

Bei jedem Doppelbesteuerungsabkommen soll anfügt werden, dass auf Basis gestohlener Daten keine Amtshilfe der Schweizer Behörden geleistet wird.

Die Aussenpolitische Kommission des Ständerats (APK) befürwortet die erste Serie der neuen Doppelbesteuerungsabkommen. Sie hat allerdings Ergänzungen angebracht: Bei jedem Abkommen soll anfügt werden, dass auf Basis gestohlener Daten keine Amtshilfe geleistet wird.

(sda) Die Aussenpolitische Kommission des Ständerats (APK) unterstützt den vom Bundesrat vorgezeichneten Weg zur Neuregelung der Amtshilfe in Steuerfragen. Sie empfiehlt ihrem Rat die ersten fünf neuen Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) zur Genehmigung. Gleichzeitig begrüsst die APK die Absicht des Bundesrats, parallel zu den DBA noch ein Amtshilfegesetz zu erlassen. Um diesem Plan der Landesregierung mehr Gewicht zu verleihen, fordert die APK, dass in den Bundesbeschlüssen zu den DBA mit den USA, Grossbritannien, Frankreich, Mexiko und Dänemark ein entsprechender Vorbehalt gemacht wird.

News bei NZZ.

“Ich fürchte der Datenklau wird Schule machen”

Februar 16th, 2010 by Agent R51 (0) Alle, Datenverlust, USB-Sicherheit, Wirtschaftsspionage

“Ich fürchte der Datenklau wird Schule machen”

Das ist die Meinung von Gerhart Baum dem ehamaligen FDP-Innenminister (1978 bis 1982) im Cicero Interview mit Martina Fietz über die “Steuer-CD”.

Es ist bereits die Rede davon, weitere Daten anzukaufen. Gerät der Rechtsstaat hier auf eine schiefe Bahn?

Natürlich. Dann kaufen wir nicht nur die Daten aus der Schweiz, sondern auch die aus anderen internationalen Datenbanken, die geknackt werden. Daten, die ungetreue Angestellte aus Anwaltskanzleien oder Arztpraxen anbieten. Hier wird ein Fass geöffnet, das eines Tages überquellen könnte. Unsere persönlichen Daten sind millionenfach gespeichert. Und sie sind verwundbar. Wenn wir anfangen, diejenigen zu belohnen, die die Datenbanken plündern, um einen persönlichen Vorteil zu erzielen, werden wir noch böse Überraschungen erleben.

Das gesmate Interview mit Gerhart Baum finden Sie bei Cicero.de hier.


banner-house-pink-sie.jpg

Steuersünder-CD: Kein Datenklau bei Credit Suisse

Ist die ganze Geschichte die seit Wochen in den Medien ist gar nicht echt. Existiert die CD mit der Liste von 2.500 deutschen Steuersündern gar nicht?
Nach einem Bericht in den Salzburger Nachrichten dementiere die Credit Suisse das diese CD existiert.

Die Schweizer Großbank Credit Suisse ist nach ihren Informationen nicht von dem Diebstahl von Daten über deutsche Steuersünder betroffen. Die Bank wisse nicht, ob es eine CD mit solchen Daten gebe, sagte der Finanzchef von Credit Suisse, Renato Fassbind. Sein Institut habe auch keine Informationen, dass es von dem Vorfall betroffen sei.

Das Dementi ist aber auch nichts unerwartetes, denn nach einem Gerichtsurteil von vergangener Woche, wurden einem Steuerflüchtling der dem vorherigen Skandal der Liechtensteiner Bank LGT Treuhand zum Opfer viel Schadensersatz in Höhe von 7,3 Millionen Euro zugesprochen wie das Handeslblatt berichtet.

Der Trend zeigt eindeutig das Datenverluste immer teurer werden.

Artikel in den Salzburger Nachrichten.

KPMG Studie zur Wirtschaftskriminalität – Vertrauen kann für Unternehmen teuer werden, die sich nicht genug vor USB Sticks und Wirtschaftsspionage schützen

Eine Neue Studie von Emnid und KPMG zur Wirtschaftskriminalität bestätigt und warnt Unternehmen davor Opfer von Wirtschaftskriminalität zu werden. Unternehmen schützen sich nicht ausreichend gegen Datendiebstahl was die erschreckende Zahl von 37 Prozent betroffener Unternehmen über einen drei Jahreszeitraum belegt.

banner-sky.jpg

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser: Jedes dritte Unternehmen ist in jüngster Vergangenheit Opfer von Wirtschaftskriminalität geworden – Tendenz wohl steigend. Nie war Datenklau so einfach wie heute.

Es ist eine gewaltige Zahl: 37 Prozent der Unternehmen in Deutschland waren einer neuen Studie zufolge in den vergangenen drei Jahren Opfer von Wirtschaftskriminalität.

Und mehr als zwei Drittel der Befragten (67 Prozent) gehen davon aus, dass das Ausmaß wirtschaftskrimineller Handlungen weiter zunehmen wird. Das zeigt eine Umfrage unter 300 Unternehmen (davon knapp die Hälfte aus dem Mittelstand), die das Emnid-Institut im Auftrag der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft KPMG durchgeführt hat.

“Trotz dieser alarmierenden Ergebnisse unterschätzen vor allem mittelständische Unternehmen noch immer die Gefahr, Opfer von Wirtschaftskriminalität zu werden”, sagte dazu Frank Hülsberg, Leiter des Bereichs Forensic bei KPMG.

Jedes zweite wiege sich in trügerischer Sicherheit: 56 Prozent seien der Meinung, ihr Betrieb sei weniger anfällig für Wirtschaftskriminalität als ein Großunternehmen. Drei von vier mittelständischen Unternehmen (76 Prozent) glaubten, ihre Präventionsmaßnahmen seien ausreichend. Nur ein gutes Drittel der mittelständischen Betriebe gab der Studie zufolge an, über Schutzkonzepte für vertrauliche Unterlagen zu verfügen. Die Aufdeckung von Wirtschaftskriminalität sei in fast jedem zweiten Fall “Kommissar Zufall” zu verdanken.

“Inhaber- oder familiengeführte Unternehmen setzen bei ihren Mitarbeitern auf das Vertrauensprinzip. Doch damit machen sie sich auch angreifbar, denn die Erfahrung zeigt, dass grundlegende Kontrollmechanismen wie die Funktionstrennung und das Vieraugenprinzip oft vernachlässigt werden”, sagte Hülsberg.

Der Umfrage zufolge ist für 69 Prozent der mittelständischen Unternehmen die Gelegenheit zum Vertrauensmissbrauch die wichtigste Ursache für wirtschaftskriminelle Taten.

Den gesamten Artikel finden Sie hier in der Süddeutschen Zeitung.

Auch Industriespezifische Nachrichten berichten zum Thema da auch z.B. im deutschen Maschinenbau viele Unternehmen sich in falscher Sicherheit fühlen. Weite Hintergründe zur Studie gibt es auch hier in MaschinenMarkt nachzulesen.

10 wichtige Tipps gegen Datenklau – PC Welt

1. Surfen Sie nicht als Administrator im Netz.
2. Sichern Sie keine Zugangsdaten und Passwörter in ihrem Internetbrowser.
3. Die Passwörter sollten nicht einfach nachvollziehbar sein und müssen regelmäßig geändert werden.
4. Folgen Sie keinen Links in „zufällig“ erhaltenen E-Mails oder auch von vermeintlich bekannten Absendern.
5. Online-Shopping und Online-Banking sind bequem. Hierbei sollte auf Zertifikate geachtet werden, dass die Daten verschlüsselt an die Online-Händler beziehungsweise Banken übermittelt werden.
6. Bei Social Networking Seiten auch hier Vorsicht walten lassen, indem nicht jeder ungesehen akzeptiert wird.
7. Viele haben heute mehrere Nutzerkonten im Internet. Beim nächsten Log-in einfach mal einen Blick auf das eigene Profil werfen und entscheiden, ob alle angegebenen Daten nicht zu viel des Guten sind.
8. Sehr viele persönliche und finanzielle Daten sind auf dem Computer gespeichert. Einmal überprüfen, ob diese Daten wirklich ständig präsent sein müssen. Diese Daten einmal oder besser zweimal auf DVD, externe Festplatte oder Speicherkarten archivieren und Verschlüsseln am besten und einfach mit EasyLock
9. Internetsicherheitssoftware.
10. Damit Software und Internetbrowser auf dem neuesten Stand sind, immer die Updates regelmäßig downloaden.

… und natürlich nicht vergessen Schnittstellen wie USB, CD etc gegen unerlaubtes kopieren von Daten mit Secure it Easy absichern.

Hier der ganze Artikel von PC World