Endpoint Protector Appliance: Datenklau verhindern fur Windows und Mac

 

Flame: wie funktioniert das Virus?

Laut Experten der Sicherheitsfirma BitDefender verbreitet sich das Flame-Virus über mobile Speichergeräte wie z.B. USB-Sticks. Sobald an einem infizierten Computer mit Internetverbindung ein Speicherträger angeschlossen wird, kopiert sich die Malware auf das Gerät. Wird der Stick an einem anderen Endpunkt (z.B. einem Rechner mit höchst sensiblen Daten und ohne Internetverbindung) wieder verwendet, zieht sich Flame die Daten und kann sie bei erneuter Verbindung zum Internet an seine Entwickler bzw. den Kommando- und Kontroll-Server übermitteln. Unverdächtige Angestellte werden also unwissentlich für Datentransporte missbraucht und ermöglichen Datendiebstahl aus geschützten und unzugänglichen Umgebungen. Diese Vorgehensweise erinnert an den Drogenschmuggel, wo sogenannte „Drogen-Maultieren“ einsetzt werden um Zölle oder ähnliches zu passieren.

Flame wurde so konfiguriert, dass Word-, PowerPoint- und Excel-Dateien zuerst auf den „Maultier-Datenträger“ kopiert werden. Wenn anschliessend noch genügend Speicherplatz vorhanden ist kommen CAD- und JPEG-Dateien an die Reihe.

 

Zum Artikel auf infoworld.com: http://www.infoworld.com/t/malware/flame-stashes-secrets-in-usb-drives-195455

USB-Ports als Sicherheitslücke?

Ein auf all-about.security.de veröffentlichter Artikel von Detlef Weidenhammer (GAI NetConsult GmbH) beschäftigt sich mit dem Thema Sicherheit an USB-Schnittstellen.

Dank den USB-Geräten sei es in den letzten Jahren immer einfacher geworden immer größere Datenmengen schnell zu verschieben. Und das bei immerzu fallenden Preisen. Risiken für die Sicherheit (Daten schmuggeln, Datendiebstahl etc.) sind da vorprogrammiert. Doch was tun: USB-Geräte im Unternehmen gänzlich verbieten? Strenge Richtlinien definieren?

Detlef Weidenhammer nennt folgende (technische) Alternativen (Quelle: http://www.all-about-security.de/security-artikel/endpoint-sicherheit/dlp-data-loss-prevention/artikel/13758-usb-universal-security-backdoor/?type=98):

  • Physisches Sperren der USB-Ports
  • USB-Ports im BIOS deaktivieren
  • Zugriff auf die USB-Treiber sperren
  • USB-Ports nur ReadOnly zulassen
  • USB-Ports in den Gruppen Policies sperren
  • Autorun unterbinden
  • USB-Geräte generell mit AV-Scannern prüfen
  • Data Leakage Protection Tools einsetzen
  • Verschlüsselungslösungen einsetzen
  • Endpoint-Security Lösungen einsetzen

Hier finden Sie den Originalartikel.

Ex-Mitarbeiter klauen SunPower hochsensible Daten per USB-Stick

SunPower, Hersteller von Solarpaneelen mit Hauptsitz im Silicon Valley, wurden fehlende Sicherheitvorkehrungen bei der Verwendung tragbarer Speichergeräte zum Verhängnis: abtretende Mitarbeiter stahlen dem Unternehmen per USB-Stick sensible und äusserst wertvolle Daten aus dem Intranet. Bei den Dieben handelte es sich um Angestellte, die vor einem Wechsel zum Konkurrenten SolarCity standen und  Unternehmensstrategien, Vertriebsinformationen sowie Markt- und Finanzanalysen vom alten Arbeitsplatz entwendeten. Damit verstiessen Sie gegen von ihnen unterzeichnete Vertragsbestimmungen. SunPower leitete gegen die mutmasslichen Täter rechtliche Schritte ein.

Der Fall wirft die Frage auf, wie sich Unternehmen vor internen Gefahren für die Datensicherheit schützen können. Eine Lösung zur Steuerung und Überwachung der Geräteaktivität an Computerschnittstellen hätte Abhilfe schaffen können.

Justia.com, ein US-Portal für Rechtsfragen und aktuelle Gerichtsprozesse, widmete dem Vorfall einen Artikel:

http://techlaw.justia.com/2012/02/14/sunpower-sues-solarcity-and-ex-employees-over-trade-secrets-alleging-theft-of-ten-of-thousands-of-files/

Laptop aus amerikanischer Klinik gestohlen – über 1000 Patientendaten in Gefahr

Februar 7th, 2012 by Dutchman (0) Datenverlust,USB-Sicherheit,Wirtschaftsspionage

Der Lexington Clinic im US-Bundesstaat Kentucky wurde im Dezember 2011 ein Laptop gestohlen. Betroffen könnten die Daten von bis zu 1018 Patienten sein. Welche Art von Daten sich genau auf dem gestohlenen Rechner befanden ist jedoch noch unklar. Es handle sich vermutlich um Adressdaten und Diagnosen, wie der Sprecher der Klinik mitteilte. Ausgeschloßen wurde, dass Kreditkartendaten, Kontonummern und weitere Finanzdaten in Gefahr sein könnten. Die Klinik setzte die potentiell geschädigten Patienten mit einem Brief über den Vorfall in Kenntnis und beteuerte, strengste interne Sicherheitsrichtlinien im Umgang mit Patientendaten einzuhalten. Dinge wie der Diebstahl eines Kliniklaptops seien aber manchmal unvermeidbar.

Lesen Sie einen Artikel über das Datenleck in der Lexington Clinic hier: http://www.kentucky.com/2012/01/31/2049109/stolen-lexington-clinic-laptop.html

Die Stellungnahme der Klinik finden Sie unter diesem Link: http://www.lexingtonclinic.com/news/lexingtonclinicnotifyingpatientsofinformationsecuritybreach1.html

Softwarediebstahl per externer Festplatte bei US Notenbank

Fehlende Sicherheitsvorkehrungen bei der Verwendung von mobilen Speichergeräten wurden der US-Notenbank Federal Reserve Bank zum Verhängnis. Der chinesische Hacker Bo Zhang hat eine 10 Millionen Dollar teure Software zur Überwachung von Regierungs- und Behördenzahlungen per externer Festplatte entwendet. Als Motiv gab er an, die Finanzsoftware für private Zwecke nutzen zu wollen. Mittlerweile wurde er gegen eine 200.000 Dollar-Kaution aus der Haft entlassen.

In letzter Zeit waren die USA wiederholt Ziel von chinesischen und russischen Cyberkriminellen geworden. Dennoch stuft das FBI Zhangs Fall nicht als Spionageangriff sondern lediglich als „gewöhnlichen“ Diebstahl ein.

Die österreichische Tageszeitung Wirtschaftsblatt berichtete über den Softwarediebstahl: http://www.wirtschaftsblatt.at/home/schwerpunkt/itnews/TechNews/programmierer-stahl-software-der-us-notenbank-504555/index.do?_vl_pos=r.1.NT

Lösung für Schnittstellensicherheit verhindert Hackerangriffe durch Teensy Boards

Teensy Boards sind ein beliebtes Hilfsmittel für Hacker. Sie werden als Maus oder Tastatur erkannt, imitieren diese Eingabegeräte und platzieren Schadsoftware auf dem jeweiligen Rechner. Kürzlich kam mit dem Teensy++ 2.0 ein neues Produkt dieser Familie auf den Markt.

Der Mikrocontroller wird per USB Kabel an einen gewöhnlichen USB Port angeschlossen. CoSoSys, Hersteller von Sicherheitslösungen für Computerschnittstellen, bietet mit dem Endpoint Protector 4 ein Produkt an, welches Teensy Boards (Teensy 2.0 und Teensy++ 2.0) als eigene Geräteklasse identifiziert. Das erlaubt eine gezielte Steuerung der Verwendung von Teensy Boards, wie aus einem Newsletter von CoSoSys hervorgeht

USB Sticks in schweizer Firmen werden nur selten vor Missbrauch geschützt

Nur gerade 4 von 10 schweizer Unternehmen haben eine Sicherheitslösung zum Schutz der firmeneigenen USB Sticks im Einsatz. Obwohl das Thema Sicherheit in der Schweiz traditionell einen hohen Stellenwert besitzt bleibt also noch Verbesserungspotenzial. Dies geht aus einer Studie von Kingston und Ponemon Research hervor.

Zum Umgang mit mobilen Speichergeräten in ihren Firmen wurden fast 3000 in der IT Branche tätige Personen aus mehreren europäischen Ländern befragt. Richtlinien, die den Gebrauch von USB Sticks regeln, fehlen häufig. So besteht die Gefahr, dass sensible Daten durch Diebstahl oder Verlust von Datenträgern an Unberechtigte gelangen. Klassenbester bei der Studie war Deutschland mit einem Anteil geschützter Geräte von gut 60%. Doch nicht überall sind Technologien wie die Verschlüsselung von Daten auf mobilen Speichergeräten so weit verbreitet: In Grossbritannien, Frankreich und Polen liegt die Quote bei lediglich 15% bis 27%.

Das schweizer Onlineportal „Inside-IT“ berichtete über das Thema:

http://www.inside-it.ch/articles/27575

Anonymous hackt Website einer amerikanischen Sicherheitsfirma und spendet die Beute

Schöne Bescherung für die amerikanische Sicherheitsfirma Stratfor: Hacker der Untergrundorganisation Anonymous legten am ersten Weihnachtsfeiertag die Stratfor-Website lahm und klauten die Kreditkartendaten mehrerer tausend Kunden. Anstatt sich selber an der Beute zu bereichern, tätigten Sie mit den gestohlenen Daten mehrere Überweisungen an gemeinnützige Organisationen wie z.B. Care und Save the Children. Die Gesamtsumme der „Spenden“ beläuft sich auf rund eine Million US-Dollar.

Zu den betroffenen Stratfor-Kunden zählen sowohl Einzelpersonen (Regierungsmitarbeiter, Bänker etc.) als auch Banken, Medienunternehmen, das US-Militär, das Polizeidezernat von Miami und die beiden Computer-Riesen Microsoft und Apple. Wer höchstmögliche Sicherheitsvorkehrungen bei Stratfor vermutete, lag falsch: die Kundendaten seien nicht einmal verschlüsselt gewesen, wie Anonymous in einem Bekennerschreiben mitteilte.

Spiegel Online berichtete am 25. Dezember 2011 über das Thema.

Wer auf der Stratfor-Website nach Stellungnahmen sucht, tut dies vergeblich: „Site is currently undergoing maintenance. Please check back soon.“ heisst es dort lediglich.

Datendieb von Credit Suisse zu 2 Jahren auf Bewährung verurteilt

Gestern wurde ein ehemaliger Mitarbeiter der schweizer Grossbank Credit Suisse (CS) wegen Datendiebstahls verurteilt. Inwiefern er den Kriterien entspricht, die im gestrigen Beitrag genannt wurden, ist unklar. Der Prozess fand unter Aussluss der Öffentlichkeit statt und nähere Angaben zum Verurteilten hält das Gericht unter Verschluss. Das Strafmass fiel mit 2 Jahren auf Bewährung gering aus, denn für Gesetzesverstösse wie „qualifizierter wirtschaftlicher Nachrichtendienst,  Geldwäscherei, Verletzung des Geschäftsgeheimnisses und Verletzung des Bankgeheimnisses“ können bis zu 20 Jahre Haft anfallen.

Während seiner Zeit bei der CS sammelte der „Datendieb“ Informationen von 1500 bis 2500 deutschen Kunden, deren Vermögen sich auf 1,8 bis 2 Milliarden Schweizer Franken beliefen. Zusätzlich missbrauchte er den Zugriff auf Geschäftsstrategien der Grossbank. Hauptverantwortlicher war jedoch ein entfernter österreichischer Bekannter des CS-Mitarbeiters. Dieser bekam zufällig Einblick in die Datensammlung, erkannte deren Potenzial und verkaufte Sie für 2,5 Millionen Euro an das Bundesland Nordrhein-Westfalen. Der Anteil des ehemaligen Bänkers fiel mit 320’000 Euro verhältnismässig bescheiden aus.

Der österreichische Drahtzieher wurde vor über einem Jahr verhaftet und beging nach kurzer Zeit in Haft Selbstmord.

Den Artikel der schweizer Tageszeitung „Der Bund“ zu diesem Thema finden Sie hier.

Wer was klaut im Unternehmen

Gefahren für Unternehmensdaten lauern nicht nur im Umfeld sondern auch im Inneren der Firmen. Eine Studie von Symantec.com untersuchte, welcher Mitarbeiter typischerweise welche Art von Daten entwendet.

Angenommen, es gibt den absolut durchschnittlichen Datendieb im Unternehmen, dann trifft laut der Studie Folgendes auf Ihn zu:

– in technischen Abteilungen tätig

– männlich, zwischen 35 und 40 Jahren alt

– Umgang mit Daten ist vertraglich geregelt

– verwendet E-Mail oder einen Remote-Zugriff

– ist nur noch weniger als einen Monat im Unternehmen

– hat bereits einen neuen Job in derselben Branche oder plant ein eigenes Start-Up

– gibt die erbeuteten Daten teils an „Auftraggeber“ weiter

– ist berechtigt, geschäftlich auf die Daten zuzugreifen

– hat Probleme im Job oder leidet unter Stress etc.

– entwendet die Daten teilweise auch unbeabsichtigt

Einen vielleicht nicht ganz ernst gemeinten „Psychotest“ bietet Symantec ebenfalls an. Damit kann man herausfinden, welcher Typ man im Umgang mit Unternehmensdaten ist.