Wirtschaftsspionage in Deutschland schon lange ein Thema
Quelle Bild: http://www.gulli.com
Was der US-Geheimdienst letzte Woche veröffentlicht hat, wurde beim deutschen Verfassungsschutz schon vor über einem Jahr festgestellt:
Unternehmen sind zunehmenden Bedrohungen aus dem Cyberspace ausgesetzt.
Anlässlich der Vorstellung des verfassungsschutzberichts 2009 im Juni 2010 teilte der damalige Innenminister Thomas de Maizière die Absicht mit, das Thema Wirtschaftsspionage künftig besonders intensiv zu behandeln. Wie letzte Woche die Amerikaner, vermutete man auch in Deutschland den Ursprung der Gefahren hauptsächlich in Russland und China. Spionage werde in diesen Ländern von Nachrichtendiensten besonders intensiv betrieben.De Maizière forderte besonders die Chefetagen der deutschen Unternehmen zu mehr Sorgfalt beim Datenschutz auf:
„Informationsschutz … muss Chefsache sein für deutsche Wirtschaftsunternehmen.“ – Thomas de Maizière
Im Zusammenhang mit dem Trojaner Stuxnet hat der deutsche Verfassungsschutz 2010 auf die besonderen Gefahren von Computer Schnittstellen (insbesondere USB) hingewiesen.
Hier finden Sie den Artikel der “Wirtschafts Woche” vom 22. Juni 2010.
Die Verfassungsschutzberichte der letzten Jahre lesen Sie hier.

“Projekt Datenschutz”
Das Projekt Datenschutz ist ein Onlineportal, das über Datenpannen informiert. Initiiert wurde es vom Münchner Beratungsunternehmen PR-COM. In sachlichem Stil werden aktuelle Vorfälle prägnant beschrieben und mit Informationen zu Ort, betroffenen Organisationen und Anzahl Geschädigter versetzt.
Unter den Verursachen sind Unternehmen, Behörden, Bildungseinrichtungen, Parteien und Vereine zu finden. Aufgrund der Lecks gelangten teilweise Daten von zig Millionen Kunden in die Hände Unbefugter.
Hier geht es direkt zum “Projekt Datenschutz”: www.projekt-datenschutz.de
Und hier zur Website von Initiator PR-COM: www.pr-com.de
Industriespionage kostet jedes Jahr hunderte Milliarden
Quelle: Office of the National Counterintelligence Executive
Eine Studie des Office of the National Counterintelligence Executive (ONCIX) im Auftrag des US Kongresses beschäftigte sich von 2009 bis 2011 mit Industriespionage in den USA. Die Gründe seien vor allem in Russland und China anzusiedeln. Öffentlich bekanntgewordene Hackerangriffe wie die Attacke auf Google im Jahr 2010 stellen wohl nur die Spitze des Eisbergs dar. Allgemein nehmen die Bedrohungen mit der wachsenden Nutzung des Cyberspace stetig zu. Einem Mitarbeiter mit den nötigen Zugangsrechten ist es ein Leichtes, unbemerkt riesige Datenmengen in kürzester Zeit auf CDs, USB Sticks und Co. zu kopieren. Für vergleichbare Handlungen waren früher grosse Mengen Papier nötig. Mangelhafte Sorgfalt der verantwortlichen Manager erleichtern Angriffe von Innen oftmals.
Die Schäden genau zu beziffern ist äusserst heikel. Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) geht in seiner Schätzung von Verlusten bis zu 71 Milliarden Dollar und von 30.000 bis 70.000 verlorenen Arbeitsplätzen pro Jahr aus.
In den USA liegt ein Gesetzesentwurf vor, der von Hackerangriffen betroffene Unternehmen zur Bekanntmachung verpflichtet. Ein vergleichbares Gesetz in Deutschland zwingt seit einigen Jahren Firmen bei Datenpannen ab einer bestimmten Schadensgrösse zu ganzseitigen Publikationen in bundesweit erscheinenden Tageszeitungen.
Den Spegel-Artikel “Amerikas Spionageabwehr warnt vor Attacken aus dem Cyberspace” finden Sie hier: http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,795749,00.html
Unter http://www.ncix.gov/publications/reports/fecie_all/index.html finden Sie den englischen Artikel des Office of the National Counterintelligence Executive zum Thema.
Angriff per Maus
Virulente Emails sind den meisten wohlbekannt aber ein Hacker Angriff per Maus davon haben bislang die wenigsten gehört. Der Spiegel Online beschreibt wie einfach mit einer auf den ersten Blick gewöhnlichen Maus ein Computer Netzwerk angegriffen werden kann…
Hier geht es zur Artikel bei Spiegel Online (Klick)
Quelle: Spiegel Online

iPhone Nutzer Aufgepasst: Massive Sicherheitslücke auf dem iPhone entdeckt
Auf iPhone-Inhalte, die mit Passwortschutz gespeichert wurden, kann ungehindert zugegriffen werden – einfach indem das Apple-Handy an einen PC oder Mac-Rechner angeschlossen wird.
Das berichtet die US-Webseite ReadWriteWeb.com unter Berufung auf den Sicherheitsexperten Bernd Marienfeldt. Er beschreibt in seinem Blog, wie er mit einem Rechner, auf dem das Linux-Betriebssystem Ubuntu 10.04 läuft, auf den kompletten Inhalt seines eigentlich gesperrten iPhone zugreifen konnte.
Eigentlich zeigt das iPhone, wenn es an einen Windows-, OSX- oder Ubuntu-Rechner vor Version 10.04 angeschlossen wird, nur den DCIM-Ordner an. Marienfeldt verband sein abgeschaltetes iPhone mit dem Ubuntu-10.04-Rechner und schaltete es dann ein. Auf diese Weise konnte er kompletten Zugriff auf alle Inhalte erlangen – ohne eine PIN eingeben zu müssen.
Quelle: Chip.de und InfoSecurity
Erneuter “Datenschutz-Gau” bei AWD
Der Datenschutzbeauftragte von Schleswig-Holstein bezeichnet den erneute Datenschutzskandal als “Datenschutz-Gau”. Die Software-Entwicklung von AWD Anwendungen mit Hilfe von echten Kundendaten ist absolut unzulässig.
Laut einem Bericht des Radiosenders NDR Info haben externen IT-Beratern zum Zweck der Software-Entwicklung Zugriff auf echte AWD Kundendaten gewährt bekommen. Es sei dadurch problemlos möglich gewesen, Daten zu manipulieren oder massenhaft herunterzuladen, sagte ein AWD-Insider laut dem Bericht. Der Sicherheitsstandard für personenbezogene Kundendaten liege bei AWD weit unter dem einer Bank oder Sparkasse. NDR Info hat nach eigenen Angaben Auszüge aus der Original-Datenbank überprüft. Darauf erfasste Personen und Firmen hätten bestätigt, Verträge mit dem AWD abgeschlossen zu haben.
Mehr zu dem Thema gibt es bei heise online hier
Finanzdienstleister AWD gesteht schwere Datenpanne
Sicherheitsleck beim Finanzdienstleister AWD: Das Hannoveraner Unternehmen hat eingeräumt, dass ihm Tausende sensible Kundendaten entwendet und dem NDR zugespielt wurden.
Es ist nicht gut, wenn Informationen wer für welche Summen Lebensversicherungen abschließt an die Öffentlichkeit kommen. Mal sehen wie die deutsche Justiz den Fall behandeln wird. Wir sind gespannt ob die Daten intern oder extern entwendet wurden, sofern das bei AWD nachvollziehbar sein sollte. Alle geschädigten Kunden sollten sich informieren was Ihr “unabhängiger Finanzberater” gedenkt zur Entschädigung anzubieten.
Die gesamte Story gibt es bei der Zeit online.

Größter Datendiebstahl in US-Geschichte
Zwei Russen und ein Amerikaner werden beschuldigt, die Daten von 130 Millionen Kreditkarten ausgespäht zu haben. Nun drohen ihnen 25 Jahre Haft.
Das bedeutet das 130 Millionen Personen / Kreditkarteninhaber in den USA darüber informiert werden müssen das Ihre Daten in die falschen Hände geraten sind. Das ist das ist fast jeder zweite US Bürger.
Die Ganze Story gibt es hier nachzulesen.
Sicherheitslücken wie ein Emmentaler
Schweizer fragen sich “Wie wichtig ist uns der Datenschutz wirklich?
In unserer heutigen Welt kann praktisch alles übers Internet gelöst werden. Rechnungen zu bezahlen oder über das Internet ein paar Bücher oder gar ein Auto zu bestellen ist nichts Neues. All diese Aktionen bergen die Gefahr, dass Daten gestohlen oder ausspioniert werden. Die Privatdatenbanken auf dem Internet sind leider nicht in Gold- Tresors bei der Schweizerischen Nationalbank angelegt, vielmehr haben sie Sicherheitslücken wie ein Emmentaler Käse. Der Diebstahl von Privatdaten von Computern kommt heute häufiger vor als ein Taschendiebstahl. Doch die Jugend stört dies anscheinend nicht, es wird weiter “gepostet”, auf dem Internet Dinge bestellt und gehandelt, und Meinungen ausgetauscht.
Mehr zum Thema gibts hier bei Tink.ch im Netz.
Datendiebstahl durch ausscheidende Mitarbeiter
Neue Studie von Clearswift zeigt: Die Gefahr eines Datendiebstahls durch ausscheidende Mitarbeiter wird erkannt, jedoch noch nicht ausreichend verhindert.
Hier die Fakten:
63% der Unternehmen hat nach eigenen Angaben gegen Datendiebstahl durch ausscheidende Mitarbeiter Sicherheitsvorkehrungen getroffen.
=> Im Finanzdienstleistungssektor waren es sogar 84%.
=> Produzierenden Industrie immerhin noch 72%.
38% aller befragten Firmen haben bereits mindestens einen Fall von Datenklau erlebt.
Sogar 50% bei Großbetrieben mit mehr als 3.000 Mitarbeitern und in der produzierenden Industrie. Gleiche Prozentzahl gilt für Unternehmen aus der Finanzdienstleistung.
Der Diebstahl erfolgte zu 76% via USB-Stick oder CD und zu 53% per E-Mail.
Nur in 50% der Fälle kam die IT-Abteilung dem Datenklau auf die Spur.
20% der Unternehmen gaben an gab an, dass auf den Diebstahl von extern hingewiesen wurde.





