Anonymous hackt Website einer amerikanischen Sicherheitsfirma und spendet die Beute
Schöne Bescherung für die amerikanische Sicherheitsfirma Stratfor: Hacker der Untergrundorganisation Anonymous legten am ersten Weihnachtsfeiertag die Stratfor-Website lahm und klauten die Kreditkartendaten mehrerer tausend Kunden. Anstatt sich selber an der Beute zu bereichern, tätigten Sie mit den gestohlenen Daten mehrere Überweisungen an gemeinnützige Organisationen wie z.B. Care und Save the Children. Die Gesamtsumme der “Spenden” beläuft sich auf rund eine Million US-Dollar.
Zu den betroffenen Stratfor-Kunden zählen sowohl Einzelpersonen (Regierungsmitarbeiter, Bänker etc.) als auch Banken, Medienunternehmen, das US-Militär, das Polizeidezernat von Miami und die beiden Computer-Riesen Microsoft und Apple. Wer höchstmögliche Sicherheitsvorkehrungen bei Stratfor vermutete, lag falsch: die Kundendaten seien nicht einmal verschlüsselt gewesen, wie Anonymous in einem Bekennerschreiben mitteilte.
Spiegel Online berichtete am 25. Dezember 2011 über das Thema.
Wer auf der Stratfor-Website nach Stellungnahmen sucht, tut dies vergeblich: “Site is currently undergoing maintenance. Please check back soon.” heisst es dort lediglich.
Datenklau: 20 Jahre Haft für US-Hacker
Im größten Fall von Kreditkartenbetrug in der Geschichte der USA ist ein 28-jähriger Hacker zu 20 Jahren Gefängnis verurteilt worden.
Der Fall wurde im August 2009 bekannt und wir berichteten auch damals zum Thema.
Jetzt kam es zum Urteil für die Angeklagten. 20 Jahre Haft.
Focus Online berichtet hierzu:
Albert Gonzalez hatte im September gestanden, mit Komplizen die Geheimnummern von mehr als 130 Millionen Kreditkarten gestohlen zu haben. Seit Oktober 2006 verübten sie Angriffe auf die Computernetzwerke von Dienstleistern großer US-Einzelhandelsunternehmen und Finanzinstitute, um an die Daten zu kommen.
Zusammen mit den Computer-Kriminellen in drei US-Staaten, der Ukraine und Russland machte Gonzalez mit dem Ausspionieren von Kreditkartennummern im Internet und deren Verkauf auf den Schwarzmarkt Kasse. Zum Teil gingen die Hacker auch selbst an Geldautomaten und hoben mit fremden Kartendaten erhebliche Beträge ab. Allein Gonzalez wurden 2,8 Millionen Dollar nachgewiesen, die er für eine Wohnung in Miami, ein Auto, eine Rolex-Uhr und einen teuren Ring für seine Freundin ausgab.200 Millionen Dollar Schäden
Der Hacker-Ring soll bei Firmen, Banken und Versicherungen Schäden von fast 200 Millionen Dollar verursacht haben. Gier sei nicht sein Antrieb gewesen, sagte Gonzalez vor Gericht. Vielmehr sei „die Sache“ durch seine Unfähigkeit, die Datenjagd zu stoppen und seine Internetsucht außer Kontrolle geraten. „Ich mache niemandem außer mir selbst Vorwürfe“, sagte der Mann.
Größter Datendiebstahl in US-Geschichte
Zwei Russen und ein Amerikaner werden beschuldigt, die Daten von 130 Millionen Kreditkarten ausgespäht zu haben. Nun drohen ihnen 25 Jahre Haft.
Das bedeutet das 130 Millionen Personen / Kreditkarteninhaber in den USA darüber informiert werden müssen das Ihre Daten in die falschen Hände geraten sind. Das ist das ist fast jeder zweite US Bürger.
Die Ganze Story gibt es hier nachzulesen.

