15.000 Kontoinhaber von Datenklau bei HSBC betroffen
“Es ist heute klar, dass der Diebstahl, den ein Mitarbeiter der Informatikabteilung vor drei Jahren begangen hat, rund 15.000 aktuelle Kunden betreffen könnte, die ihre Konten in der Schweiz vor Oktober 2006 eröffnet haben.” Nicht betroffen seien später eröffnete Konten und Kunden der HSBC außerhalb der Schweiz, da dort ein anderes Computersystem genutzt werde.
Der Datenklau scheint einen großen Finanziellen Schaden bei HSBC zu hinterlassen wie in der Schweiz bei Cash.ch und Blick.ch berichtet wird.
Die HSBC Private Bank (Suisse) musste 2009 einen Nettoneugeldabfluss von 4,1 Milliarden Franken verbuchen. Dabei haben vor allem Kunden aus Europa ihre Gelder von der Genfer Privatbank abgezogen. Der Grund: Nachdem ein ehemaliger Mitarbeiter sensitive Kundendaten Frankreich zum Kauf angeboten hat, trauen Kunden dem Institut nicht mehr.
4,1 Milliarden Franken in abgezogenen Einlagen wegen einem Datenklau. Dieser Schaden wird diesen Datenverlust sicherlich für die Top 100 der teuersten Datendiebstähle der letzten Jahre qualifizieren.
Die gesamte Story ist bei kurier.at nachzulesen.
Schweiz bietet ausländischen Behörden keine Amtshilfe bei Datenklau
Bei jedem Doppelbesteuerungsabkommen soll anfügt werden, dass auf Basis gestohlener Daten keine Amtshilfe der Schweizer Behörden geleistet wird.
Die Aussenpolitische Kommission des Ständerats (APK) befürwortet die erste Serie der neuen Doppelbesteuerungsabkommen. Sie hat allerdings Ergänzungen angebracht: Bei jedem Abkommen soll anfügt werden, dass auf Basis gestohlener Daten keine Amtshilfe geleistet wird.
(sda) Die Aussenpolitische Kommission des Ständerats (APK) unterstützt den vom Bundesrat vorgezeichneten Weg zur Neuregelung der Amtshilfe in Steuerfragen. Sie empfiehlt ihrem Rat die ersten fünf neuen Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) zur Genehmigung. Gleichzeitig begrüsst die APK die Absicht des Bundesrats, parallel zu den DBA noch ein Amtshilfegesetz zu erlassen. Um diesem Plan der Landesregierung mehr Gewicht zu verleihen, fordert die APK, dass in den Bundesbeschlüssen zu den DBA mit den USA, Grossbritannien, Frankreich, Mexiko und Dänemark ein entsprechender Vorbehalt gemacht wird.
News bei NZZ.
“Ich fürchte der Datenklau wird Schule machen”
“Ich fürchte der Datenklau wird Schule machen”
Das ist die Meinung von Gerhart Baum dem ehamaligen FDP-Innenminister (1978 bis 1982) im Cicero Interview mit Martina Fietz über die “Steuer-CD”.
Es ist bereits die Rede davon, weitere Daten anzukaufen. Gerät der Rechtsstaat hier auf eine schiefe Bahn?
Natürlich. Dann kaufen wir nicht nur die Daten aus der Schweiz, sondern auch die aus anderen internationalen Datenbanken, die geknackt werden. Daten, die ungetreue Angestellte aus Anwaltskanzleien oder Arztpraxen anbieten. Hier wird ein Fass geöffnet, das eines Tages überquellen könnte. Unsere persönlichen Daten sind millionenfach gespeichert. Und sie sind verwundbar. Wenn wir anfangen, diejenigen zu belohnen, die die Datenbanken plündern, um einen persönlichen Vorteil zu erzielen, werden wir noch böse Überraschungen erleben.
Das gesmate Interview mit Gerhart Baum finden Sie bei Cicero.de hier.
Steuersünder-CD: Kein Datenklau bei Credit Suisse
Ist die ganze Geschichte die seit Wochen in den Medien ist gar nicht echt. Existiert die CD mit der Liste von 2.500 deutschen Steuersündern gar nicht?
Nach einem Bericht in den Salzburger Nachrichten dementiere die Credit Suisse das diese CD existiert.
Die Schweizer Großbank Credit Suisse ist nach ihren Informationen nicht von dem Diebstahl von Daten über deutsche Steuersünder betroffen. Die Bank wisse nicht, ob es eine CD mit solchen Daten gebe, sagte der Finanzchef von Credit Suisse, Renato Fassbind. Sein Institut habe auch keine Informationen, dass es von dem Vorfall betroffen sei.
Das Dementi ist aber auch nichts unerwartetes, denn nach einem Gerichtsurteil von vergangener Woche, wurden einem Steuerflüchtling der dem vorherigen Skandal der Liechtensteiner Bank LGT Treuhand zum Opfer viel Schadensersatz in Höhe von 7,3 Millionen Euro zugesprochen wie das Handeslblatt berichtet.
Der Trend zeigt eindeutig das Datenverluste immer teurer werden.
Artikel in den Salzburger Nachrichten.


